Trackday Bericht: Dijon - Juli 2020

Leyla und ich haben uns lange auf diesen Tag gefreut! Es war nicht nur unser erster Trackday in Frankreich, sondern auch ein Tag auf einer der historischsten Rennstrecken Europas. Jeder motorsportverrückte kennt wahrscheinlich das legendäre Formel 1 Duell zwischen René Arnoux und Gilles Villeneuve 1979: LINK

Nachdem wir das Auto Mittwochnacht vollgeladen haben, ging es am Donnerstag für uns nach Dijon. Es war ein sehr früher Start, da wir für die 600km mit Anhänger ca. 7 - 8h Fahrzeit geplant hatten. Wie immer, haben wir in den Tagen vor dem Trackday die Wettervorhersage gefühlt stündlich gecheckt. Als das erste mal mehr als 40°C für unseren Freitag angezeigt wurden, haben wir dies noch als Ungenauigkeit abgetan. Wirklich ungenau war die Wettervorhersage allerdings nicht...

So sollte eine Einfahrt aussehen!

Perfekte  Begrüßung nach einer langen Fahrt!

Schon während unseres Reisetages am Donnerstag haben wir die 35°C Marke relativ früh geknackt - etwas frisch im Vergleich zu dem, was uns am nächsten Tag erwarten würde. Die Fahrt über die perfekten und leeren französischen Autobahnen in der Grand Est Region verging wie im Flug und wir kamen wie erwartet nach ca. 7h in unserem gemütlichen B&B direkt an der Strecke an.

Wie ihr euch anhand der Bilder sicherlich vorstellen könnt, wurde der Pool direkt nach unserer Ankunft eingeweiht - eine willkommene Abkühlung! Danach ging es dann direkt zur Strecke um unser Equipment abzuladen, ein letztes Gespräch mit dem Streckenmanagement zu führen und unseren Anmeldebereich aufzubauen.

Perfekte Infrastruktur...

 ...mit viel Historie!

Im Vergleich zu anderen Strecken, gehen die Franzosen die Sache entspannt an und wir durften am Tag unseres Trackdays auch als Veranstalter erst ab 7:30Uhr auf das Streckengelände. Für uns war es die perfekte Chance schnell zu Frühstücken, bevor wir die letzten Vorbereitung an der Strecke abschließen mussten, um die ersten Teilnehmer im Paddock zu empfangen.

Trotz mehr als 100 anwesenden Fahrern und Beifahren gab es keine wirklichen Wartezeiten!

Da alle Teilnehmer im Vorfeld unser GP Days E-Briefing abgeschlossen hatten und die nötigen Dokumente online versenden konnten, ging die Anmeldung extrem schnell und ohne Verzögerungen. So konnten alle Fahrer pünktlich um 9.00Uhr auf die Strecke. Es war ein ungewöhnlich "voller" Start, da jeder versuchte vor der großen Hitze die ersten Runden abzuspulen - zurecht, denn der Tag sollte sich zu einer wahren Hitzeschlacht entwickeln!

Im weitläufigen Paddock war Schatten leider schwer zu finden - ein kleines Zelt war Gold wert!

Kurz nach der Mittagspause, haben wir das erste mal die 40°C geknackt. Im gleichen Zuge hatten auch die ersten Autos mit Hitzeproblemen zu kämpfen. Dennoch waren wir alle erstaunt, wieviel trotzdem gefahren wurde. Natürlich in deutlich kürzeren Stints um die Fahrzeuge zu schonen.

Neben ein paar kleineren technischen Defekten, lief der Tag ohne größere Zwischenfälle ab. Einzig die Versorgung unserer Teilnehmer mit Wasser war teilweise problematisch. Wir konnten unsere kostenfreie "Bar" kaum so schnell auffüllen, wie das Wasser einfach "verdampfte"!

 Ohne Bodenkontakt werden die Reifen geschont!

Für uns als Veranstalter war es einfach mega zu sehen, dass für alle Rücksicht das oberste Gebot war und die Autos trotzdem extrem schnell bewegt wurden!

Aufgrund der mittlerweile fast unerträglichen Hitze, fingen einige Teilnehmer schon früh an zusammenzupacken. Als wir noch ca. 1 Stunde Fahrzeit vor uns hatten, war der Moment gekommen unseren MINI GP bereit für die ersten Runden in Dijon bereit zu machen. Wohl wissend, dass das Auto grundsätzlich relativ empfindlich ist was große Hitze angeht, hielt sich die Tracktime in Grenzen. Auch weil wir nur kurze Zeit später den Circuit Charade besuchten und das Auto dort definitiv einsatzbereit sein musste!

Aber schon die kurze Zeit auf der Strecke war der Beweis dafür, dass ihr Ruf in keinster Weise übertrieben war. Die Strecke ist unglaublich flüssig. Ich war immer der Meinung, dass in Sachen "Flow" nichts über Spa geht, allerdings hat Dijon das nochmal getoppt - hier gibt es einfach keine "Rythmusbrecher" wie die Bus Stop Schikane etc..

 Es war einfach ein rundum grandioser Tag und als die letzte Runde um 17.00Uhr eingeläutet wurde, waren wir alle überrascht, wie schnell der Tag wirklich verging.

Neben unserem Team, gebührt der größte Dank natürlich allen Teilnehmern die diesen Tag so toll gemacht haben - auf und neben der Strecke! Wir können es kaum erwarten, 2021 wieder in Dijon zusein. Schon jetzt sind wir in der Planung der Termine - dieses mal aber nicht im Hochsommer!

Für mehr Eindrücke und Bilder solltet ihr euch unsere Fotogalerie HIER anschauen!


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