Mettet - Von Schnee zu Sonnenschein

Nach dem Winterchaos in Spa ging es für viele von uns direkt weiter nach Mettet. Echte Petrolheads fahren nicht einfach nach Hause, wenn die Rennstrecke nach ihnen ruft. Und das, obwohl Belgien noch am Tag zuvor aussah, als hätte jemand eine riesige Schneekugel über das Land geschüttelt. Doch die Vorhersage versprach 12 bis 14 °C - und das klang nach einer fairen Chance.

Der Tag begann mit einem kleinen, aber denkwürdigen Realitätscheck. Um 7:00 Uhr morgens war es so bitterkalt, dass wir nicht einmal auf das Gelände gelangen konnten. Das Tastenfeld an der Eingangsschranke war komplett eingefroren. Man konnte zwar eine Taste drücken, aber die Nummer blieb einfach in dem Display stecken, fest gefroren. Reaktion unsererseits ... ratlos dreinschauen, so wie man das macht, wenn der Kaffee noch nicht gewirkt hat.

Die Lösung war simpel. Etwa zehn Minuten warmer Atem, der auf das Display geblasen wurde, und die Technik erwachte wieder zum Leben. Frühlings-Trackday-Realität. Viel realer geht es wirklich nicht mehr - und irgendwie ist es genau das, was es ausmacht.

Mettet war ausgebucht. Überraschung! Diese Strecke ist längst eine Lieblingstradition im GPDays-Kalender, und das aus gutem Grund. Auf den ersten Blick wirkt Mettet zwar klein und gemütlich, aber glaubt keine Sekunde lang, dass sie es euch einfach macht. Auf den zweiten Blick zeigt sich nämlich genau, warum sie so beliebt ist: präzise Linienwahl - saubere Blickführung – ein extrem technisches Infield mit einer kleinen Cork-Screw Schikane wie in Laguna Seca.


KURZ:
Mettet verzeiht nichts, und genau deshalb bringt es so viel. Jede Runde ist eine kleine Fahrstunde, ob man will oder nicht. Und das alles bei Kosten, die selbst euer Auto nicht ins Schwitzen bringen (außer den rechten Vorderreifen!).

Im Laufe des Vormittags wandelte sich die Situation schnell. Die Sonne ließ sich blicken, die Temperaturen kletterten, und plötzlich spürte man es: Für März ein perfekter Rennstrecken-Tag! Die Stimmung top, die Motivation noch besser. 

Schön zu sehen war auch, dass wieder Teilnehmer aus England den Weg über den Kanal gemacht haben. Über den Teich, mit dem Trailer, nach Belgien, für einen Trackday bzw. zwei (in Spa waren nämlich auch schon einige dabei) –  genau das nennt man Leidenschaft, oder einfach guten Geschmack. Auf jeden Fall ein weiterer Beweis dafür, wie international die GP Days Community inzwischen geworden ist.

Das Wetter war den ganzen Tag über auf unserer Seite. Mal sonnig, mal leicht bewölkt, aber nie störend. Keine Überraschungen, keine Unterbrechungen, kein Drama. Der Trackday verlief von Anfang bis Ende reibungslos - was für eine Freiluftveranstaltung in Belgien im März fast ein kleines Wunder ist.

Am Ende war es einer dieser Tage, an denen man aufhört, die Runden zu zählen und einfach feststellt: Ich bin schneller geworden. Fahren. Lernen. Wiederholen. Verbessern --> Das ist der Circuit Mettet!

Mettet wird auch 2026 ein fester Bestandteil des GP-Days-Programms sein, und wir freuen uns schon jetzt darauf: zwei Doppeltermine (Donnerstag + Freitag) im Juli und Oktober und ein Einzeltermin im Mai.

Ein ehrlicher Tipp aus Erfahrung:
Boxenplätze in Mettet sind heiß begehrt. Es gibt nur sechs Stück, und die sind meist blitzschnell ausverkauft. Wenn Sie eine haben wollen, buchen Sie jetzt - und nicht erst später, wenn Sie denken, Sie hätten es tun sollen.